Lebens(d)tank Teil 02

 

 

…auf das eigene ICH vergessen? … keine Zeit genommen es zu betanken?

 

So klitzeklein, so knochig mager, so gähnend leer, so in sich zusammengesackt

 

Woran und woraus definiert es sich, mein ICH?

 

Wo ordne ich mich ein unter all den unzählbaren Sternen?

 

 

Hunderte Millionen sei ein Fußballprofi wert, legt irgendwer im Außen fest

 

Existiert auch für mein bescheidenes Menschen-ICH ein festgelegter Marktwert?

 

Wo finde ich ihn? Wer bestimmt ihn? Wo klebt dieses verdammte Preisetikett an mir?

 

 

Vermochte mein Mensch-Sein bis heute jemals auch nur irgendetwas zu beeinflussen?

 

Oder bleib ich ewig ein Statist – unsichtbar in der Masse, austauschbar und rasch vergessen?

 

 

Mein ICH sucht seit Wochen seinen Stellenwert

 

Aufspüren muss ich ihn, meinen verlorengegangenen inneren leuchtenden Pfad

 

Ich vermisse so vieles was ich im Laufe des Lebens leichtfertig von mir fortschickte

 

In mir fahrlässig absterben lies – vertrocknet und zu Staub zerfallen

 

 

Verirrt, verwirrt, mir selber gänzlich fremd

 

Ein Gefühl wie an eines Puppenspieler‘s Fäden hängend

 

Setze ich, dieser scheinbaren Sinnlosigkeit zum Trotz

 

Einen behutsamen, langsamen Schritt vor den anderen und geh einfach drauf los

 

Die letzten Tage schon wechsle ich zwischen Zeitlupen- in Zeitraffersequenz, hin und her

 

Immer ein Schritt mehr nach vorne als zurück - mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

 

Fühl mich wie Buster Keaton in einem dieser alten schwarz-weiß Stummfilme

 

Eine auf die Fresse – und wieder aufstehen – eine auf die Fresse – und wieder aufstehen

 

 

JETZT

 

Ich packe diesen spontanen Mutanfall beim Schopf

 

Im selben Moment beidhändig die Reset Taste entschlossen und kräftigst gedrückt

 

Zurück zum Urzustand – ich will hier nicht länger verweilen – dränge ins Licht

 

JETZT

 

 

Es ist wahrlich kein Raketenstart, der mich mit hoher Geschwindigkeit in den Sitz reindrückt

 

Hey nein…, ich bin in der Entschleunigung, hab ein großes Bedürfnis nach Ruhe

 

Hatte mich zuvor langsam schleichend ins Tal der Tränen verkrümmelt

 

Da hilft mir nun absolut kein Katapult - ich darf Meter um Meter mich bewusst wieder erheben

 

Will üppig Zeit mit mir selbst verbringen – ganz ohne Tempomacher

 

 

Eine Zeitschleife der Stille, im Rückzug, im Alleinsein, in der Reflexion  

 

Gummibärchen für meine Seele

 

 

Will auch gar nicht bespaßt werden, geschweige denn jeden Tag angerufen oder besucht

 

Dulde nur meine Herzensfrau hier bei mir, nur für sie öffne ich meine Türen

 

Sie trug mich durch diese Zeit, ihre Liebe nährte mich, sie lies mir den nötigen Raum

 

Sie trocknete meine Tränen und war liebevoll präsent

 

Mehr braucht es nicht

 

Keine Medikamente, keine Therapien – Liebe bringt mir Heilung

 

 

In der absoluten Stille kann ich wieder meiner inneren Melodie lauschen

 

Himmlisch umarmt und streichelt mich mein Seelenklang

 

 

So flutsche ich sanft wieder hinein in meinen abhanden gekommenen flow

 

Ganz in meinem ureigenen Rhythmus nehme ich behutsam Fahrt auf

 

Meine Herztinte kommt wieder in Fluss, meine Herzsteuerung springt an

 

Beim Schreiben fällt jegliche Müdigkeit von mir ab

 

Fühle mich mehr und mehr wieder zuhause in mir

 

Es bewegt mich von innen – sehe in Farbe getaucht wieder eine bunte Welt voraus

 

 

Mein innerer Wertepegel steigt behutsam wieder an, zartes schmerzfreies Wachstum

 

Bewertungen von Außen völlig zahnlos, unnötig wie ein Kropf

 

Brauch keinen Börsenhandel rund um mich, brauch keinen Vergleich und keinen Preis

 

 

So etwas wie Leichtigkeit setzt sich beglückend begleitend an meine Seite

 

Wärme durchströmt mich, Sonnenstrahlen kitzeln Nase und Gemüt

 

War das ein Lächeln in meinem Gesicht?

 

 

Allesamt kommen sie wieder angerudert und bitten mich wieder an Bord kommen zu dürfen

 

Meine Wünsche, Träume, Ideen, Visionen, Erinnerungen

 

Meine Neugier, der Glaube, die Lebensfreude und all meine treuen Gefährten

 

In Liebe und mit Freudentränen nehme ich meine verstoßenen Kinder wieder heim zu mir

 

 

Für einige Bereiche meines Lebens brannte ich nicht

 

Ich tat Dinge ohne ein inneres Feuer dafür zu entwickeln, über lange Zeitspannen hinweg

 

Es ist sehr wesentlich, meinen ganzen Enthusiasmus, meine ganze Glut in mein Tun zu packen

 

 

Brenne ich nicht für etwas, so stecke ich Energien hinein ohne dafür Energien zurückzuerhalten

 

Totale Einbahnstraße – mein Desinteresse, mein Nichterfüllt-Sein saugt mich völlig aus

 

Jeden Tag Energieverlust vom Feinsten

 

 

Brenne ich für eine Sache, so tue ich was ich tue aus dem Herzen heraus

 

Niemals verliere ich Energie, niemals werde ich aus diesem Tun heraus erschöpft

 

Kreiere ständig neue Energie und es erfüllt mich mit Freude – jeden Tag

 

 

Ich bin dafür verantwortlich glücklich zu sein. Ich ganz alleine. Niemand sonst

 

 

Begeisterung ist der neue Treibstoff meiner Wahl

 

 

Liebe mein schnurrender Motor

 

 

Mein Herz pulsiert – ich bin zurück

 

 

Ich kann sie wieder sehen die Leuchttürme auf meinem Weg

 

 

LebensDank bei vollem Lebenstank <3.

 

 

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  Dezember 2017 © copyright HERZgesteuert by Mo-ART
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